Götzberger Windmühle
Sammlung technischer Daten zur Götzberger Windmühle: Mühlentyp: "Unterbauter Holländer" Höhe mit Kappe: ca. 13 m Flügelrutenlänge: ca. 19 m Drehzahl der Flügel: ca. 15 Umdrehungen pro Minute (bei gutem Wind) Kraftübertragung: Getriebe gefertigt aus hölzernen Wellen und Zahnrädern bestehend aus: - Bremsrad - Durchmesser ca. 2,10 m mit 60 Zähnen - Bunkelrad/Kronrad - Durchmesser ca. 1,15 m mit 34 Zähnen - Großes Stirnrad - Durchmesser ca. 2,90 m mit 150 Zähnem - drei ausrückbare Stockräder - Durchmesser ca. 0,95 m mit 48 Stöcken Übersetzung: ca. 1 : 5,5 - d.h.: dreht sich das Flügelkreuz einmal, so rotieren die Mahlsteine 5,5 mal pro Minute; bei gutem Wind also mit ca. 80 Umdrehungen pro Minute. Mahlgänge: ein Mahlgang nur windgetrieben, ein Mahlgang wind- oder motorgetrieben, ein Mahlgang nur motorgetrieben. Mahlsteine: zwei Kunststeine mit einem Durchmesser von ca. 1,40 und 1,50 m bestehend aus mit Magnesiumschlempe gebundenem Schmirgel. Die Kunststeine wurden hauptsächlich zum Schroten benutzt. Ein sogenannter "Franzose" mit einem Durchmesser von ca. 1,50 m; er ist ein aus Süßwasserquarz bestehender Naturstein, der aus jeweils vier Segmenten zusammengesetzt ist. Dieser Stein wurde hauptsächlich zur Mehlherstellung verwendet. Durchsatz: bei gutem Ostwind konnten mit einem Mahlgang bis zu acht Doppelzentner = 800 kg Roggen oder Weizen pro Stunde geschrotet werden. Eine technische Besonderheit der Götzberger Windmühle ist die Möglichkeit zwei Mahlgänge auch mit Motorkraft anzutreiben. Hierzu sind zwei Wellen bis in den Keller geführt, die über zwei Würfelgetriebe mit Hill-Kupplung von unten angetrieben werden können. Als Kraftquelle war bereits vor dem Jahr 1901 ein sogenannter "Sauggasmotor" installiert. Dieser Motor verbrannte ein Gas, das vor Ort in einem Kessel durch Verschwelung von Anthrazitkohle erzeugt wurde - ähnlich dem früheren "Stadtgas". Der Bunkel oder auch das Bunkelrad ist das oberste Rad auf der Königswelle. Auf der Flügelwelle sitzt das grosse Kronenrad mit mehr als 2m Durchmesser und der Bremse. Das überträgt die Kraft der Flügel von der horizontalen Flügelwelle auf die vertikale Königswelle von der dann wiederum alle Antriebe für die Mahlgänge, Elevatoren Sackwinden etc. abgehen.
©2004 Verein Götzberger Windmühle e. V.
Informationen nur für Mühlenführer und Vorstandsmitglieder
Götzberger Windmühle
Die einzige noch funktionsfähige Windmühle im Kreis Bad Segeberg
Sammlung technischer Daten zur Götzberger Windmühle: Mühlentyp: "Unterbauter Holländer" Höhe mit Kappe: ca. 13 m Flügelrutenlänge: ca. 19 m Drehzahl der Flügel: ca. 15 Umdrehungen pro Minute (bei gutem Wind) Kraftübertragung: Getriebe gefertigt aus hölzernen Wellen und Zahnrädern bestehend aus: - Bremsrad - Durchmesser ca. 2,10 m mit 60 Zähnen - Bunkelrad/Kronrad - Durchmesser ca. 1,15 m mit 34 Zähnen - Großes Stirnrad - Durchmesser ca. 2,90 m mit 150 Zähnem - drei ausrückbare Stockräder - Durchmesser ca. 0,95 m mit 48 Stöcken Übersetzung: ca. 1 : 5,5 - d.h.: dreht sich das Flügelkreuz einmal, so rotieren die Mahlsteine 5,5 mal pro Minute; bei gutem Wind also mit ca. 80 Umdrehungen pro Minute. Mahlgänge: ein Mahlgang nur windgetrieben, ein Mahlgang wind- oder motorgetrieben, ein Mahlgang nur motorgetrieben. Mahlsteine: zwei Kunststeine mit einem Durchmesser von ca. 1,40 und 1,50 m bestehend aus mit Magnesiumschlempe gebundenem Schmirgel. Die Kunststeine wurden hauptsächlich zum Schroten benutzt. Ein sogenannter "Franzose" mit einem Durchmesser von ca. 1,50 m; er ist ein aus Süßwasserquarz bestehender Naturstein, der aus jeweils vier Segmenten zusammengesetzt ist. Dieser Stein wurde hauptsächlich zur Mehlherstellung verwendet. Durchsatz: bei gutem Ostwind konnten mit einem Mahlgang bis zu acht Doppelzentner = 800 kg Roggen oder Weizen pro Stunde geschrotet werden. Eine technische Besonderheit der Götzberger Windmühle ist die Möglichkeit zwei Mahlgänge auch mit Motorkraft anzutreiben. Hierzu sind zwei Wellen bis in den Keller geführt, die über zwei Würfelgetriebe mit Hill-Kupplung von unten angetrieben werden können. Als Kraftquelle war bereits vor dem Jahr 1901 ein sogenannter "Sauggasmotor" installiert. Dieser Motor verbrannte ein Gas, das vor Ort in einem Kessel durch Verschwelung von Anthrazitkohle erzeugt wurde - ähnlich dem früheren "Stadtgas". Der Bunkel oder auch das Bunkelrad ist das oberste Rad auf der Königswelle. Auf der Flügelwelle sitzt das grosse Kronenrad mit mehr als 2m Durchmesser und der Bremse. Das überträgt die Kraft der Flügel von der horizontalen Flügelwelle auf die vertikale Königswelle von der dann wiederum alle Antriebe für die Mahlgänge, Elevatoren Sackwinden etc. abgehen.
©2004 Verein Götzberger Windmühle e. V.
Informationen nur für Mühlenführer und Vorstandsmitglieder